Freitag, 27. April 2007
Kleine Kinder im Kino
Lang keinen Film mehr gesehen. Zu sehr mit Serienkiller-Serie beschäftigt. Nun sagt der Bruder heute mit Nachdruck, Blogs müssten täglich bepostet werden. Es folgt: ein Verlegenheit-Post. LITTLE CHILDREN ist ja endlich angelaufen. Und ich hoffe inständigst, dass der Film gar nicht erst auf dieser Seite landen muss. Weil er genau so gut sein wird, wie sein Trailer. Oder seine literarische Vorlage. Die seit über zwei Jahren das erste Buch war, das nicht nach 30 Seiten auf dem Stapel der ungelesenen Bücher landete. Sondern: ha! Ausgelesen. Bis zur letzten Seite. Und nun fragt sich der interessierte Kultur-Konsument, ob die männliche Hauptfigur in der filmischen Adaption nur deshalb nicht Todd heißen durfte, weil dieser Name bereits an den Regisseur vergeben war. Könnte man sich vorstellen. Dass so eine Künstlerseele keine Namensverwandschaften verträgt am Set. Spätestens mit dem Erscheinen der DVD-Edition im Mai werden wir's wissen. Der Audio-Kommentar macht's möglich! Und die Welt ist um ein Geheimnis ärmer.
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2 Kommentare:
LITTLE CHILDREN, das Buch, lebt von den Gedanken seiner Figuren. LITTLE CHILDREN, der Film, scheitert daran, dieses Innenleben darzustellen. Ein altes Dilemma des Kinos. Im europäischen gerne dadurch gelöst, dass Gedankenaustausch in endlosen Dialogen stattfindet. Was aber, wenn der innere Monolog tatsächlich nur gedacht werden soll? Dann gibt es das von jeher als unbeholfen verschrieene Mittel des Voice-over. Dessen sich auch LITTLE CHILDREN, der Film, bedient, um dem Bild narrativ unter die Arme zu greifen. Bedauerlicher Weise ohne großen Erfolg. So wie die gesamte Verfilmung etwas lauwarm ausgefallen ist und weit hinter den Erwartungen bleibt.
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