Montag, 28. Mai 2007

Let the Sunshine in

Für SCI-FI-Fans ist CGI ein wahrer Segen. Noch nie haben die Welten der Zukunft so wenig nach Pappmaché ausgesehen wie dieser Tage. Sieht man von den überboardenden Bildern und dem gleichermaßen überboardenden Soundteppich mal ab, hat Danny Boyle's Film wenig zu bieten.

Freitag, 27. April 2007

Kleine Kinder im Kino

Lang keinen Film mehr gesehen. Zu sehr mit Serienkiller-Serie beschäftigt. Nun sagt der Bruder heute mit Nachdruck, Blogs müssten täglich bepostet werden. Es folgt: ein Verlegenheit-Post. LITTLE CHILDREN ist ja endlich angelaufen. Und ich hoffe inständigst, dass der Film gar nicht erst auf dieser Seite landen muss. Weil er genau so gut sein wird, wie sein Trailer. Oder seine literarische Vorlage. Die seit über zwei Jahren das erste Buch war, das nicht nach 30 Seiten auf dem Stapel der ungelesenen Bücher landete. Sondern: ha! Ausgelesen. Bis zur letzten Seite. Und nun fragt sich der interessierte Kultur-Konsument, ob die männliche Hauptfigur in der filmischen Adaption nur deshalb nicht Todd heißen durfte, weil dieser Name bereits an den Regisseur vergeben war. Könnte man sich vorstellen. Dass so eine Künstlerseele keine Namensverwandschaften verträgt am Set. Spätestens mit dem Erscheinen der DVD-Edition im Mai werden wir's wissen. Der Audio-Kommentar macht's möglich! Und die Welt ist um ein Geheimnis ärmer.

Montag, 9. April 2007

Forever Young (im Räucherstäbchen-Remix)

Ich bin nicht geizig, was meine Lebenszeit angeht. Zeitverschwendung ist eines jener Konzepte der Übereifrigen, das mir gemeinhin fremd ist. Jene 96 Minuten Lebenszeit, die ich für Darren Aronofsky's neuen Film THE FOUNTAIN aufgebracht hab, hätt' ich dann allerdings doch gern wieder zurück (am besten zusammen mit dem völlig überteuerten Eintrittsgeld von 8,50).
Während REQUIEM FOR A DREAM auf qualitativ höchstem Niveau unerträglich war, erwies sich die jüngste Vision von Darling Darren einfach nur als unerträglich. Tatsächlich kann jedes Element, das für gewöhnlich als Beurteilungsraster cinematographischer Fiktion herangezogen wird, mit "nicht genügend" beurteilt werden. Oder viel mehr mit "mehr als ausreichend". Alles an THE FOUNTAIN war zu viel: das Thema (Jugend & Ewiges Leben), die Story (Rachel Weisz stirbt an Krebs, X-Men Hugh Jackman muss sie retten. Und das gleich in 3 verschiedenen Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden), Kamera & CGI (Sternennebel, Lebensbäume, Mayaschlösser), der Score (never stopped), das Schauspiel (overdone). Mag sein, dass Mr. Aronofsky mit Rachel Weisz die Liebe seines Lebens gefunden hat. Schön für ihn. Warum er uns deshalb mit dieser überfrachteten, bedeutungsschwangeren Eso-Version von LOVE STORY bestraft, bleibt unklar!

Sonntag, 1. April 2007

Zach Braff, der letzte Gentleman

Bi. Hab grad THE LAST KISS geschaut. Vorhersehbar. Sehr vorhersehbar. Bis auf das Ende, das ich ganz anders erwartet hätte. Und zwar weil Du gesagt hattest, dass der Schluss - das große Shoot-Out - sehr überraschend gewesen wäre. Hab daher etwas völlig Verwegenes, ganz Abgründiges, moralisch total Inkorrektes erwartet. Um letztendlich zusehen zu müssen, wie Zach Braff buchstäblich mit eingezogenem Schwanz zu seiner hysterischen Gattin in spe zurückdackelt. Aber das war nicht das Schlimmste. Viel schlimmer als all die Zugeständnisse, die der Film an die Regeln des Hollywood-Kinos und der bürgerlichen Ideologie macht, ist der Umstand, dass er so vielversprechend anfängt. So viele richtige Fragen aufwirft. Um sie dann so falsch zu beantworten. Von den 5 Paaren, deren unterschiedliche Aggregatszustände verhandelt werden (die Eltern, Zach & Frau & Kim, Casey Affleck & Frau, SIX FEET UNDER-Psycho & Ex-Freundin, der single Bartender & One-Night-Stand) hat mich kein Lösungsansatz wirklch befriedigt. Abgesehen von der Ex (der genau zwei Szenen zugestanden werden) sind alle Frauen Opfer. Und du weißt, Birgy, ich bin die letzte, die die Rechte der Frauen verteidigt. Aber wenn ich noch eine von diesen armen kleinen Weibchen sehen muss, deren Leben um ihren Mann und/oder um ihre Kinder kreist, abonnier' ich doch noch die "Emma"! Klar, inzwischen dürfen die Frauen auch schon mal eine Doktorarbeit schreiben oder eine Affäre haben. Aber wehe sie kommen am Ende des Tages nicht wieder zurück. An den heimischen Herd. Reu- und demütig! Wohlwollend und willig!
Meinen Frust über die vermeintlich modernen Frauenfiguren in der aktuellen Kino- und Fernsehlandschaft mal außer Acht, bleiben die Fragen, die der Film aufwirft, natürlich spannend. Und hätte ich nicht auf das überraschende Ende gehofft, wären mir die angebotenen Antworten auch nicht so sauer aufgestoßen. Schließlich kann man von einem Film aus Italien (dort wohnt der Pabst!), der für den amerikanischen Markt adaptiert wurde, wirklich keine Wunder erwarten!

Donnerstag, 8. März 2007

Birge und Kathi sprechen über Filme

Und das können wir jetzt auch machen! Tolles Ding.
Ihr wolltets Euch doch JUNEBUG anschauen gehen.
Den ich ja - frecherweise, ich geb's zu - mit Tim am
Montag schon gesehen hab. Mein exzessiver Serienkonsum
trägt gerade - bei aller Liebe für die Gattung - zu einer
gewissen Einschränkung des Blickes bei.

Weshalb ich mich im konkreten Fall erstmal an die
16mm DokFilm Optik gewöhnen musste. Danach funktioniert
der Film aber wieder wie meine Sozialdrama-Serien.
Immer wieder das Zwischenmenschliche. Die Familie.
Als Quell allen Übels. Sehr unterhaltsam. Und traurig.
Und grossartig gespielt. Von allen Beteiligten. Sogar
von Ryan aus The OC, der hier den verstockten kleinen
Bruder spielen darf.....

The beginning.....

Dear Bee,
remember how we always talked about writing a book together.
Well, why bother? Wenn's doch WEBPUBLISHING gibt *yeah*

So. How are things? Im Gegensatz zu Dir sollt' ich grad dringend was arbeiten.
Stattdessen jetzt der neue Zeitfresser: Blogging! Verflucht noch eins.

Ich mach jetzt mal weiter.
Kiss,
kt